Amortisation: Ist die Zeit, die gebraucht wird bis eine Investition (z.B. neue, effizientere Heizung) durch die eingesparten Kosten gedeckt ist.
Anlagenaufwandszahl: Sie beschreibt die energetische Effizienz des gesamten Anlagensystems über Aufwandszahlen.
Die Aufwandszahl stellt das Verhältnis von Aufwand und Nutzen (eingesetzter Brennstoff zu abgegebener Wärmeleistung) dar. Je kleiner die Zahl, umso effizienter ist die Anlage. Die Aufwandszahl schließt auch die anteilige Nutzung erneuerbarer Energien ein. Deshalb kann dieser Wert auch kleiner als 1,0 sein. Bei der hier angegebenen "Anlagenaufwandszahl" ist die "Primärenergie" einbezogen.
Die Zahl gibt also an, wie viele Einheiten (kWh) Energie aus der Energiequelle (z.B. einer Erdgasquelle) gewonnen werden muss, um mit der beschriebenen Anlage eine Einheit Nutzwärme im Raum bereitzustellen.
Anlagenverluste: Die Anlagenverluste umfassen die Verluste bei der Erzeugung (Abgasverlust), ggf. Speicherung (Abgabe von Wärme durch einen Speicher), Verteilung (Leitungsverlust durch ungedämmte bzw. schlecht gedämmte Leitungen) und Abgabe (Verluste durch mangelhafte Regelung) bei der Wärmeübergabe.
Außenwand: Die Außenwand ist zum einen statisch notwendig. Zum anderen ist sie als Gebäudehülle für die Dämmung nach außen verantwortlich - das heißt, je besser die Außenwand gedämmt ist, desto geringer sind großflächige Wärmeverluste.
Brennwertkessel: Ein Brennwertkessel ist ein Heizkessel für Warmwasserheizungen, der die eingesetzte Energie des verbrauchten Brennstoffs nahezu vollständig nutzt.
Biomasse: Alles organische Material eines Ökosystems. Ein Biomassekraftwerk erzeugt Strom und/oder Wärme durch die Verbrennung/Vergärung von Biomasse. Biomasse als Energieträger hat eine ausgeglichene CO2-Bilanz, da alles CO2 bereits biochemisch gebunden ist.
Blowerdoor: Mit der Blowerdoor-Messmethode wird die Luftdichtigkeit eines Gebäudes gemessen. Es wird ein spezieller Ventilator in eine Außentür oder in ein Fenster des Gebäudes eingesetzt. Alle weiteren Außentüren und Fenster werden geschlossen, alle Innentüren des Gebäudes bleiben geöffnet. Dann wird mit Hilfe des Ventilators so viel Luft aus dem Gebäude gesogen, dass ein Unterdruck von 50 Pascal im Gebäude entsteht. Sind Teile der Gebäudehülle undicht, strömt durch diese Außenluft ins Gebäudeinnere.
CO2/Kohlendioxid: Chemische Verbindung aus Kohlenstoff und Sauerstoff. Es ist zunächst ein natürlicher Bestandteil der Luft. Durch die Verbrennung fossiler Energieträger, wie Kohle, Öl und Erdgas wird mehr CO2 erzeugt, als von der Vegetation jemals umgesetzt werden kann.
Dämmstoffe: Baustoffe wie Stahl, Beton und Glas sind gute Wärmeleiter, so dass die Wärme von Gebäudeinneren schnell abgegeben wird. Deshalb verkleidet man mit so genannten Dämmstoffen: Materialien mit geringer Wärmeleitung. Im Sommer soll die Dämmung verhindern, dass Wärme von außen nach innen eindringt, im Winter umgekehrt. Von hochkomplexen Kunststoffen bis zu pflanzlichen Materialien ist auf dem Markt nahezu alles verfügbar.
Erneuerbare Energien: werden auch regenerative oder alternative Energien genannt. Sie sind Energieträger/ -quellen, die sich ständig erneuern bzw. nachwachsen und somit wiedergewonnen werden können. Hierzu gehören: Sonnenenergie, Biomasse, Wasserkraft, Windenergie, Umgebungswärme, Erdwärme (Geothermie) und Gezeitenenergie.
Energiebedarf: Energiemenge, die unter genormten Bedingungen (z.B. mittlere Klimadaten, definiertes Nutzerverhalten, zu erreichende Innentemperatur, angenommene innere Wärmequellen) für Beheizung, Lüftung und Warmwasserbereitung (nur Wohngebäude) zu erwarten ist. Diese Größe dient der ingenieurmäßigen Auslegung des baulichen Wärmeschutzes von Gebäuden und ihrer technischen Anlagen für Heizung, Lüftung, Warmwasserbereitung und Kühlung sowie dem Vergleich der energetischen Qualität von Gebäuden. Der tatsächliche Verbrauch weicht in der Regel wegen der realen Bedingungen vor Ort (z.B. örtliche Klimabedingungen, abweichendes Nutzerverhalten) vom berechneten Bedarf ab.
Endenergiebedarf: Endenergiemenge, die den Anlagen für Heizung, Lüftung und Warmwasserbereitung und Kühlung zur Verfügung gestellt werden muss, um die normierte Rauminnentemperatur und die Erwärmung des Warmwassers über das ganze Jahr sicherzustellen. Diese Energiemenge bezieht die für den Betrieb der Anlagentechnik (Pumpen, Regelung, usw.) benötigte Hilfsenergie ein. Die Endenergie wird an der "Schnittstelle" Gebäudehülle übergeben und stellt somit die Energiemenge dar, die dem Verbraucher geliefert und mit ihm abgerechnet wird. Der Endenergiebedarf ist deshalb eine für den Verbraucher besonders wichtige Angabe. Er muss vor diesem Hintergrund im Energiebedarfsausweis getrennt nach verwendeten Energieträgern angegeben werden; bei Wohngebäuden kann er neben der auf die Gebäudenutzfläche bezogene Angabe und dem absoluten Wert (Gesamtbedarf für das Gebäude) auch auf die Wohnfläche bezogen angegeben werden (freiwillige Angabe). Der auf die Wohnfläche bezogene Bedarfswert ist in der Regel höher als der entsprechende, auf die Gebäudenutzfläche bezogene Wert, weil die Wohnfläche in der Regel kleiner ist als die Gebäudenutzfläche. Die Endenergie umfasst die Nutzenergie und die Anlagenverluste.
Fossile Energien decken derzeit zu 85% den weltweiten Energiebedarf. Zu den fossilen Energieträgern zählen Erdöl, Erdgas, Braun- und Steinkohle, aber auch Uran zur Atomenergieerzeugung; sie entstanden vor Jahrmillionen - bei der Zersetzung abgestorbener Pflanzen und Tiere unter Sauerstoffabschluss, hohen Temperaturen sowie unter dem Druck darüber liegender Gesteinsschichten. Grenzen für die Nutzung fossiler Energieträger ergeben sich - je nach Technologieeinsatz und Entwicklung des technischen Fortschritts - aus den unterschiedlichen Ressourcenverfügbarkeiten sowie aus deren Umwelt- und Klimaverträglichkeit. Bei der Verbrennung bzw. Umwandlung der fossilen Brennstoffe wird Kohlendioxid (CO2) freigesetzt, das wesentlich zur Klimabelastung beitragen soll.
Gebäudenutzfläche: Die Gebäudenutzfläche beschreibt die im beheizten Gebäudevolumen zur Verfügung stehende nutzbare Fläche. Sie wird aus dem beheizten Gebäudevolumen unter Berücksichtigung einer üblichen Raumhöhe im Wohnungsbau abzüglich der von Innen- und Außenbauteilen beanspruchten Fläche aufgrund einer Vorgabe in der Energieeinsparverordnung (Faktor von 0,32) ermitelt. Sie ist in der Regel größer als die Wohnfläche, da z.B. auch indirekt beheizte Flure und Treppenhäuser einbezogen werden.
Geothermie: Hier wird die im Erdinneren gespeicherte Wärmeenergie als Energiequelle genutzt; durchschnittlich steigt die Temperatur um 3 Grad Celsius pro 100 m Tiefe. Während die oberflächennahe Wärme (die noch als Solarenergie gewertet wird) durch Wärmepumpen genutzt wird, lohnen sich Anlagen zur direkten Nutzung der tieferen Erdwärme vor allem in Gegenden mit günstigen geologischen Voraussetzungen.
Heizung: Darunter fallen sowohl Begriffe wie Gebäudeheizung Raumheizung, Zentralheizung, Fernheizung, Fahrzeugheizung, Kohleheizung, Gasheizung, Elektroheizung, Wärmepumpenheizung, Pelletheizung, als auch Bezeichnungen für Anlagenkomponenten zum Beispiel Heizkessel, Heizflächen und Heizkörper.
Infrarotkamera: Eine Infrarotkamera (auch Thermografie- oder Wärmebildkamera) ist ein Gerät, das Infrarotstrahlung als Datenquelle nutzt. Eine herkömmliche Kamera nutzt nur das sichtbare Lichtspektrum zur Erzeugung von Bildern. Die von der Infrarotkamera genutzte Infrarotstrahlung liegt dagegen im Wellenlängenbereich von 0,7 - 1000mikrom. Da in diesem Wellenlängenbereich der Einfluss von Sonnenstrahlung und Licht geringer als in kurzwelligen Bereichen ist, ist dieser Bereich vorzugsweise für die Messung von Temperaturen im Umgebungstemperaturbereich geeignet.
Interne Wärmegewinne: Im Innern der Gebäude entsteht durch Personen, elektrisches Licht, Elektrogeräte usw. Wärme, die ebenfalls bei der Ermittlung des Heizwärmebedarfs in der Energiebilanz angesetzt werden kann.
Jahres-Primärenergiebedarf: Jährliche Endenergiemenge, die zusätzlich zum Energieinhalt des Brennstoffes und der Hilfsenergien für die Anlagentechnik mit Hilfe der für die jeweiligen Energieträger geltenden Energiefaktoren auch die Energiemenge einbezieht, die für die Gewinnung, Umwandlung und Verteilung der jeweils eingesetzten Brennstoffe (vorgelagerte Prozessketten außerhalb des Gebäudes) erforderlich ist. Die Primärenergie kann auch als Beurteilungsgröße für ökologische Kriterien, wie z.B. CO2-Emission, herangezogen werden, weil damit der gesamte Energieaufwand für die Gebäudeheizung einbezogen wird. Der Jahres-Primärenergiebedarf ist die Hauptanforderung der Energiesparverordnung.
Joule (J): Seit dem 1. Januar 1978 ist Joule (J; 1J=1 Wattsekunde) die internationale Maßeinheit für Energie - benannt nach dem englischen Physiker James Prescott Joule (1818-1889). Die Maßeinheit Joule hat die früher geläufige Einheit Kilokalorie (kcal) ersetzt.
Umrechnung: 1 kJ=0,239 kcal.
Kompaktheit A/V: Das Verhältnis der errechneten wärmeübertragenden Umfassungsfläche bezogen auf das beheizte Gebäudevolumen ist eine Aussage zur Kompaktheit des Gebäudes. Auf Grund dieser Bezugsgröße werden für Gebäude durch die EnEV zulässige Höchstwerte für den Jahres-Primärenergiebedarf und den Transmissionswärmeverlust vorgegeben.
Kraft-Wärme-Kopplung: Bei der Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) wird sowohl elektrische Energie als auch Wärme erzeugt. Im Gegensatz zu thermischen Wärmekraftwerken, die nur auf Stromproduktion ausgelegt sind, wird bei KWK-Anlagen durch die gleichzeitige Abgabe von Strom und Wärme ein sehr viel höherer Nutzungsgrad (bis zu 90 Prozent) erreicht.
Lüften: Kontrolliertes Lüften ist das A und O beim Energiesparen. Bei der konventionellen Lüftung durch Fenster oder Türen, wird in der kalten Jahreszeit neben der verbrauchten Luft auch die Wärme abgegeben. Um eine unnötige Zufuhr von Heizenergie zu vermeiden, ohne gleichzeitig auf Funktionalität oder Behaglichkeit zu verzichten, ist eine bedarfsgerechte Heizung und Lüftung eine Form der Energieeinsparung in Gebäuden. Wird die Luft schnell ausgetauscht, geht nur die gespeicherte Energie in der Luft verloren. Die Energie der Bauteile bleibt hingegen fast erhalten, da diese eine gewisse Zeit brauchen um die Wärme abgeben zu können.
Lüftungswärmeverluste: Lüftungswärmeverluste entstehen durch Öffnen von Fenstern und Türen, aber auch durch Undichtigkeiten der Gebäudehülle. Die Undichtigkeit kann bei Altbauten insbesondere bei sehr undichten Fenstern, Außentüren und in unsachgemäß ausgebauten Dachräumen zu erheblichen Wärmeverlusten sowie zu bauphysikalischen Schäden führen.
Mini-Blockheizkraftwerk: Blockheizkraftwerke (BHKW) sind Anlagen, die elektrischen Strom und Wärme erzeugen, die gleich am Ort verbraucht oder in ein Nahwärmenetz eingespeist wird. Der Wirkungsgrad der Stromerzeugung liegt dabei, abhängig von der Anlagengröße, zwischen 20 und 40%.
Durch die Nutzung der Abwärme wird die eingesetzte Primärenergie bis zu 90% genutzt. Blockheizkraftwerke können so bis zu 40% Primärenergie einsparen. BHKWs werden mit fossilen Brennstoffen (Öl oder Gas) oder mit erneuerbaren Treibstoffen (Biogas, Biodiesel) betrieben. Es gibt sie mittlerweile als kleine Anlagen für Einfamilienhäuser.
Nutzenergie: Als Nutzenergie bezeichnet man, vereinfacht ausgedrückt, die Energiemenge, die zur Beheizung eines Gebäudes sowie zur Erstellung des Warmwassers unter Berücksichtigung definierter Vorgaben erforderlich ist. Die Nutzenergie ist die Summe von Transmissionswärmeverlusten, Lüftungswärmeverlusten und Warmwasserbedarf abzüglich der nutzbaren solaren und inneren Wärmegewinne.
Offshore ist die Stromerzeugung mit Windkraftanlagen auf See. Im Gegensatz dazu steht die Windenergienutzung an Land (Onshore).
Passivhaus: In einem Passivhaus ist der Heizbedarf so weit verringert, dass die Energie aus der eingestrahlten Sonnenenergie, der Eigenwärme der Personen im Haus, sowie der Wärmeabgabe von Geräten - in Verbindung mit einer hocheffizienten Wärmerückgewinnung durch ein Lüftungssystem ausreichen, um das Gebäude warm zu halten. Voraussetzung hierfür sind u.a. eine qualitativ hochwertige Gebäudehülle sowie Gebäudetechnik. Der verbleibende geringfügige Heizwärmebedarf kann beispielsweise durch gespeicherte Sonnenwärme gedeckt werden.
Primärenergie: Nutzbarer Energiegehalt aller noch nicht umgewandelter Energieträger. Hierzu zählen fossile Energieträger wie Stein- und Braunkohle, Erdöl und Erdgas und erneuerbare Energien (Sonnenenergie, Windkraft, Wasserkraft, Erdwärme und Gezeitenenergie). In Deutschland ist Mineralöl im Jahr 2005 mit 36 Prozent der wichtigste Energieträger - gefolgt von Gas (23 Prozent), Steinkohle (13 Prozent), Kernenergie (13 Prozent) und Braunkohle (11 Prozent). Die erneuerbaren Energieträger decken rund vier Prozent des Primärenergieverbrauchs.
Photovoltaik ist die unmittelbare Umwandlung von Sonnenstrahlung in elektrische Energie mit Hilfe von Solarzellen.
Qualifikation: Der Titel Energieberater vor Ort darf nur tragen, wer den von der BAFA anerkannten Kurs belegt hat. Dieser umfasst 120 Stunden und qualifiziert die Teilnehmer, Energieberatungen vor Ort vorzunehmen.
Raumtemperatur: Jedes Grad Raumtemperatur weniger spart bis zu sechs Prozent Heizenergie. Wer also die Raumtemperatur z.B. von 23°C auf 20°C absenkt, kann den Energieverbrauch um bis zu 18 Prozent Energie reduzieren.
Solarenergie: Primärenergie, die von der Sonne auf die Erde eingestrahlt wird. Sie ist etwa 10.000-fach höher als der menschliche Energieverbrauch. Die Sonnenenergie verursacht Wind, Wellen, Meeresströmungen, Verdunstung und Niederschläge sowie Pflanzenwachstum. Von ihr hängen damit auch alle anderen erneuerbaren Energien ab. Ein Teil der auf die Erde auftreffenden Solarenergie kann durch direkte Umwandlung in Strom (Photovoltaik) oder Wärme (Solarthermie) genutzt werden.
Solare Wärmegewinne: Das durch die Fenster eines Gebäudes, insbesondere die mit Südausrichtung, einstrahlende Sonnenlicht wird im Innenraum größtenteils in Wärme umgewandelt.
Transmissionswärmeverlust: Als Transmissionswärmeverluste bezeichnet man die Wärmeverluste, die durch Wärmeleitung (Transmission) der wärmeabgebenden Gebäudehülle entstehen. Die Größe dieser Verluste ist abhängig von der Dämmwirkung der Bauteile und diese wird durch den U-Wert angegeben. Es ist also der Wärmestrom durch die Außenbauteile je Grad Kelvin Temperaturdifferenz. Es gilt: je kleiner dieser Wert, umso besser ist die Dämmwirkung der Gebäudehülle. Durch zusätzlichen Bezug auf die wärmeübertragende Umfassungsfläche liefert der Wert einen wichtigen Hinweis auf die Qualität des Wärmeschutzes. Nach der Energieeinsparverordnung liegen die zulässigen Höchstwerte zwischen 1,55 (große Nichtwohngebäude mit Fensterflächenanteil über 30%) und 0,44 W/(m²K) (kleine Gebäude.
Treibhauseffekt: Klimawirksame Gase in der Atmosphäre lassen die kurzwellige Sonnenstrahlung nahezu ungehindert zur Erde passieren, halten aber einen Großteil der langwelligen Wärme-Rückstrahlung auf der Erdoberfläche zurück. Somit bewirkt der natürliche Treibhauseffekt eine Durchschnittstemperatur auf der Erde von plus 15 Grad Celsius; (diese läge ohne Treibhauseffekt bei zirka minus 18 Grad Celsius). Die zunehmende Emission von klimawirksamen Spurengasen bei der Nutzung von fossiler Energien fürht zu einer vom Menschen verursachten Erwärmung des Planeten durch Treibhausgase und Wasserdampf in der Atmosphäre.
Trinkwassererwärmung: Der Trinkwasserwärmebedarf wird aufgrund der Nutzung (Anzahl der Personen, Temperatur u.ä.) ermittelt.
U-Wert: Wärmedurchgangskoeffizient oder Wärmedämmwert (früher k-Wert). Er gibt die Energiemenge an, die in einer Sekunde durch eine Fläche von 1 m² fließt, wenn sich die beidseitig anliegenden Lufttemperaturen um 1 K unterscheiden. Hier dient er zur Bestimmung der Transmissionswärmeverluste durch Bauteile hindurch. Je niedriger er ist, desto besser die Wärmedämmung! Er wird bestimmt durch die Dicke des Bauteils und den Lambda-Wert (Dämmwert) des Baustoffes.
Vor-Ort-Beratung ist eine von der Bundesregierung geförderte, unabhängige Beratung durch einen Experten in punkto baulicher Wärmeschutz sowie Heizungsanlagentechnik von Wohngebäuden. Haus- bzw. Wohnungseigentümer erhalten einen ausführlichen Beratungsbericht mit detaillierten Maßnahmenvorschlägen sowie entsprechenden Kosten- und Wirtschaftlichkeitsberechnungen; diese erläutert der Ingenieur im Rahmen eines Beratungsgesprächs. Das BMWi-Förderprogramm "Energiesparberatung vor Ort", das bis zum 31. Dezember 2009 verlängert wurde, ist ein Anreiz für alle Haus- und Wohnungseigentümer, die bereit sind, für Energieeinsparungen und Umweltschutz Geld zu investieren - insbesondere in die Wärmedämmung und den Austausch ihrer Heizungsanlage.
Wärmebrücken sind die Außenbauteile an eine Gebäude, die mehr Wärme abgeben als ihre unmittelbare Umgebung. Daraus ergeben sich zusätzliche Wärmeverluste sowie eine reduzierte Oberflächentemperatur des Bauteils in dem betreffenden Bereich. Wird die Oberflächentemperatur durch eine vorhandene Wärmebrücke abgesenkt, kann es an dieser Stelle bei Unterschreitung der Taupunkttemperatur der Raumluft, zu Kondensatbildung auf der Bauteiloberflche mit den bekannten Folgeerscheinungen, wie z.B. Schimmelpilzbefall kommen. Sie können aber auch andere Ursachen haben. Vor allem dort wo die Innenoberfläche, die die Wärme aufnimmt kleiner ist als die außen liegende Fläche - also insbesondere Gebäudeecken - entstehen geometrisch bedingte Wärmebrücken. Wärmebrücken entstehen vor allem dort, wo die Regelmäßigkeit der Wand unterbrochen wird, wo Bauteile aufeinanderstoßen oder nachträgliche Ein- Umbauten vorgenommen wurden. Typische Wärmebrücken sind z.B. Balkonplatten, Attiken, Betonstützen im Bereich eines Luftgeschosses odre auch Fensteranschlüsse an Laibungen.
Wärmedämmverbundsystem (WDVS): Hier wird auf der Außenseite der tragenden Wand (auf Mauerwerk, Betonwänden oder Holzständerwänden) eine Wärmedämmung angebracht. Sie besteht aus Hartschaum, Mineralwolle oder Kork und kann gedübelt und geklebt oder nur geklebt werden; dies ist vom System und der Gebäudehöhe abhängig. Das System eignet sich für Neu- und Altbau. Alle Teile des Systems (Kleber, Dämmstoff, Dübel, Armierungsgewebe, Putze usw.) sind aufeinander abgestimmt und als Einheit geprüft.
Wärmeübertragende Umfassungsfläche (A): Auch Hüllfläche genannt. Sie bildet die Grenze zwischen dem beheizten Innenraum und der Außenluft, nicht beheizten Räumen und dem Erdreich. Sie besteht üblicherweise aus Außenwänden einschließlich Fenster und Türen, Kellerdecke, oberste Geschossdecke oder Dach. Diese Gebäudeteile sollten möglichst gut gedämmt sein, weil über sie die Wärme aus dem Rauminneren nach außen dringt.
XPS-Hartschaum: Ähnlich dem sog. Styropor, nur druckfester und homogener mit einer glatten Oberfläche; Gängiges chemisch erzeugtes Dämmmaterial.
Zellulosedämmstoff ist ein ökologisch unbedenklicher Dämmstoff, da er aus ausgesuchtem Altpapier besteht, das zerkleinert wird und mit Borsalz zum Schutz gegen Brand und Ungeziefer gemischt wird.